Katholischer Deutscher Frauenbund
KDFB Bezirk Lindenberg
Bunte Vielfalt Bezirk Lindenberg
Wir machen uns STARK FÜR FRAUEN Gesellschaftspolitisch, kirchlich und sozial engagniert vertreten wir die Interessen der Frauen

KDFB baut Wohnheim für jugendliche Flüchtlinge

« zurück

Pressemitteilung
KDFB baut Wohnheim für jugendliche Flüchtlinge
Umbau und Erweiterung durch Frauenbund/Träger Katholische Jugendfürsorge


München, 28.07.2016 - Der Bayerische Landesverband des Katholischen Deut-schen Frauenbundes (KDFB) hat gestern, Mittwoch, mit dem Bau von Ausbil-dungs-, Sport- und Begegnungsräumen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge begonnen. Der Spatenstich erfolgte beim Wohnprojekt, das von der Katholischen Jugendfürsorge der Erzdiözese München und Freising in Harlaching betrieben wird. Gebäude und das Grundstück gehören dem KDFB-Landesverband. „Für die jungen Flüchtlinge, die hier leben, den KDFB, die Katholische Jugendfürsorge und letztendlich auch die Gesellschaft ist das Wohnheim eine win-win-Situation“, so KDFB-Landesvorsitzende Elfriede Schießleder. „Der Frauenbund zeigt zum wie-derholten Mal in seiner 100-jährigen Geschichte, dass er Vorreiter in sozialen Brennpunkten ist.“
Bayerns größter Frauenverband hat flexibel auf die aktuellen Herausforderungen rea-giert und sein Schulwohnheim in der Theodolindenstraße umgebaut für die Anforderun-gen eines Trägers der Jugendfürsorge. Bisher wurden 39 jugendliche Flüchtlinge in zwei vollbetreuten Wohngruppen und einer Verselbständigungsgruppe aufgenommen. Im Oktober kommt dann als letzte Gruppe eine heilpädagogische Wohngruppe mit wei-teren neun Jugendlichen dazu. Dann ist das Haus vollbelegt.
Derzeit hat der Frauenbund auf dem Gelände zwei Mieter: seit vielen Jahren die Katho-lische Fachakademie für Sozialpädagogik in Unterrichtsräumen und seit letztem Jahr die Katholische Jugendfürsorge im Wohngebäude. Die SBW (Sozialpädagogisch Betreutes Wohnen)-Flexible Hilfen betreut dort in vier Wohngruppen etwa 50 unbegleitete min-derjährige Flüchtlinge. Nun wird mit dem Anbau für Schulungs- und Bewegungsräume begonnen. Das Gesamt-Investitionsvolumen beträgt für den KDFB-Landesverband etwa zwei Millionen Euro.
In einer fundierten Ausbildung für Frauen sieht der Frauenbund schon seit mehr als 100 Jahren eine besondere gesellschaftliche Verantwortung. In den vergangen Jahren haben sich die Anforderungen an die Ausbildung verändert, ebenso wie die an ein Wohnheim für junge Menschen. Zwei Dinge aber haben sich nicht verändert: Eine fundierte Aus-bildung von jungen Menschen im sozial-erzieherischen Bereich ist wichtig. Es gibt jun-ge Menschen in Not, die Wohnraum brauchen. „Der KDFB schafft hier die Kombina-tion von Bildung und Fürsorge in einer langfristigen Perspektive, denn die ist durch die Investition in eine Immobilie zwangsläufig“, so Monika Arzberger, stell-vertretende Vorsitzende des KDFB-Landesverbandes und Projektverantwortliche.
In dem Wohn- und Integrationsprojekt werden Jugendliche ab 14 Jahren aufgenommen. Derzeit ist der Großteil der Jugendlichen 16 bis 17 Jahre alt. Besteht bei Jugendlichen, die 18 Jahre alt werden, weiterer pädagogischer Hilfsbedarf, so dürfen sie auch über den 18. Geburtstag hinaus in der Einrichtung verbleiben. Dies wird im Einzelfall geprüft. Ein Großteil der Jugendlichen stammt derzeit aus Afghanistan und Syrien. „Für viele Jugendliche ist es die Unterstützung bei der Schule, die eine große Rolle spielt. Schule ist für die Jugendlichen sehr wichtig“, erläutert Iris Jurinka, die Leiterin des Wohn- und Integrationsprojekts.
Die Vermietung der Gebäude bedeutet Einnahmen für den KDFB, um damit die eigene Verbandstätigkeit und seine politische Arbeit zu finanzieren. Den KDFB verbindet mit der Immobilie eine lange Tradition.
Redaktion: Ulrike Müller-Münch

Autor: Ulrike Müller-Münch
30.07.2016
« zurück